Metzger

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Die Bilder zeigen mehr als tausend Worte die Art und Vielfalt russischer Wurstwaren

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Zu dem gepöckeltem Fleisch in der linken Ecke der Truhe siehe Anmerkung weiter unten

Abgesehen natürlich, dass jedes Land seine landestypischen Wurstwaren hat, scheint es auf dem ersten Blick keine wesentlichen Unterschiede zwischen einem russischen und einem hiesigem Metzger zu geben. Dennoch sind sie vorhanden:

> Wurst oder Teile einer Wurst werden grundsätzlich nur stückweise verkauft. Das Schneiden von Wurst in Scheiben ist unbekannt, mangels dafür notwendiger Schneidemaschinen auch garnicht möglich. Auch würde ein Russe die hierzulande üblichen mehr oder weniger dünnen Wurstscheiben höchst befremdlich anschauen.

>  Es gibt, von Innereien abgesehen, keine wirkliche Trennung zwischen den einzelnen Fleischsorten eines Tieres (Schinken etc.). Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, als wenn der Schlachter ein Tier nur mittels einer Kettensäge ohne jegliche Rücksicht kreuz und quer durchgeschnitten hätte. Das in den Auslagen liegende Fleisch ist ein buntes Sammelsurium von Fleisch, Knochen und anhaftendem Fett. Ein gepflegtes Stück Fleisch am Stück ohne anhaftendes “Zubehör” für einen Schmorbraten zu finden, bereitet wirklich Probleme. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: Innereien und gepöckeltes Fleisch.

>  Innereien:
Es mag verwundern, aber just Innereien wie Leber etc., die hierzulande zu den preiswertesten Fleischwaren gehören, sind in Russland teurer als normales Fleisch. Vielleicht, weil hier “das Können” eines Schlachters gefragt ist und er wirklich korrekt trennen muss, anstatt wild mit einer Kettensäge herumzusägen.

> Gepöckeltes Fleisch und Geflügel:
Es besteht eine große Auswahl an sortierten, allerdings ausschließlich gepöckelten Fleischsorten, ähnlich unserem Kassler. Dazu gehört auch Geflügel, wie z.B. Hähnchen. Wobei dieses gepöckelte Fleisch, in Scheiben geschnitten, eher kalt als nochmals gebraten gegessen wird. Dann kann es ohne weiteres passieren, dass einem Gast, der ein gepflegtes Stück gepöckelten Braten kaufte, um seinen Gastgebern auch einmal deutsche Küche in Form eines abgewandelten Kasslers zu präsentieren, dieser Wunsch zunichte gemacht wird, dieweil man in seiner Abwesenheit sämtliches Fleisch schon man zerschnibbelte. Man wollte ihm halt Arbeit abnehmen.... :)

 

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Die Bilder strafen all diejenigen Lügen welche behaupten, Verkäuferinnen in Russland wären sämtlich unfreundlich und hätten keine Lust am Arbeiten.

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