Reise-Infos

Wichtig:
Wer neben Stavropol auch den Nordkaukasus besuchen möchte, sollte unbedingt zusätzlich
zu den unten aufgeführten Empfehlungen auch folgende, speziell auf den Kaukasus
ausgerichtete Reise-Infos beachten:

 

Egal ob nur Stavropol, oder Stavropol zusammen mit dem Kaukasus, für beide Regionen gilt:

Visum / Zoll / Registrierung

Für Reisen nach Russland ist grundsätzlich ein Visum notwendig, und für Reisen nach Südrussland in die Nordkaukasus-Region zusätzlich noch ein sog. “Voucher”. Damit nicht genug, darf man je nach Art des Aufenthaltes zusätzlch noch eine relativ zeitaufwändige Registrierungsprozedur über sich ergehen lassen:

Verkehrsanbindung:

Obwohl relativ abseits im Süden von Russland gelegen, ist Stavropol durch zwei Flughäfen (einer davon im ca. 180 km entfernten Mineralnye-Vody) bequem zu erreichen. Wer mehr Zeit zur Verfügung hat setzt sich in Moskau in einen Zug nach Stavropol und erlebt eine mit 32 Stunden Fahrtzeit vielleicht hier und da etwas anstrengende, aber dennoch interessante Zugfahrt. Am preiswertesten und mit ca. 26 Stunden Fahrtzeit für die 1.600 km Strecke zwischen Moskau und Moskau sogar noch 6 Stunden schneller als Züge sind Fernreisebusse. Wobei die Strecke von Deutschland nach Moskau nicht geflogen werden muss, sondern ebenfalls per Bahn oder Fernreisebus möglich ist.

Unterkunft

Drei 4-Sterne Hotels und ein 3-Sterne Hotel bieten komfortable Unterkunftmöglichkeiten in der Stadt. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, eine Privatunterkunft anzumieten:

Sicherheit:

Die Mafia lauert überall.... :) Erstaunlicherweise fliegt man bedenkenlos nach New York oder Chicago, fühlt sich aber bei einer Russlandreise stark gefährdet. Die Mafia ist in Russland nicht mehr oder weniger vorhanden wie in Hamburg, Frankfurt oder Köln. Russland wird in westlichen Medien allgemein viel gefährlicher dargestellt, als es tatsächlich ist. Es ist halt bequemer ein Klischée zu befriedigen als wahrheitsgemäß zu berichten. Korruptes und nicht korrektes Verhalten von Polizei, Taxifahrern oder anderen hat nichts mit Mafia zu tun. Die wirkliche und echte Mafia hat mit Touristen überhaupt nichts am Hut. Dennoch gilt es, gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

Geld:

Die offizielle Währung in Russland ist Rubel, und es wird grundsätzlich überall nur in Rubel bezahlt. Die Zeiten, wo man in Russland in den Geschäften lieber Dollar annahm, gehören der Vergangenheit an. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, sofort bei der Ankunft am Flughafen Rubel umzutauschen. Vom Wechselkurs her am besten ist es, am Geldautomaten Rubel zu ziehen. Jeder Bankautomat akzeptiert problemlos Maestro (frühere EC-Karte), sowie die Kreditkarten Master-Card und Visa. Diners Club und American Express sind eher selten.

Natürlich kann man zusätzlich auch Euro als Bargeld mitnehmen, wobei für einen Aufenthalt von einem Monat 200 Euro völlig ausreichend sind.

Elektrizität:

Die Stromspannung beträgt in ganz Russland 220 V. Ein Universaladapter ist nicht notwendig.

Garderobe:

In Russland legt man grundsätzlich Wert auf eine sehr gepflegte Garderobe. Egal ob Mann oder Frau. Insbesondere Frauen kleiden sich immer chic und feminin. Eine Russin interpretiert Emanzipation völlig anders als in Deutschland, was sich insbesondere bei Garderobe und Make up wiederspiegelt.

Für eine Reise nach Russland im Winter sollte man auf warme, sowie feuchtigkeitsabweisende Kleidung und Schuhwerk achten. Lange Unterhosen bzw. Strumpfhosen sind auch sehr anzuraten. Im Winter ist die Temperatur in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln oft sehr niedrig. Der Sommer ist entgegen allen im Westen vorherrschenden Klischees dagegen sehr heiß. Trotzdem sieht man erst seit kurzer Zeit Männer in kurzen Hosen, weil sie früher als "unmännlich" galten.

Temperaturen:

Damit sind nicht die Außentemperaturen im Winter gemeint, sondern die innerhalb von Wohnungen. Zimmertemperaturen von 25 Grad im Winter sind die Regel. Das mag viel erscheinen, aber wenn es draußen -25 Grad sind, dann bedarf es überdurchschnittlich hoher Temperaturen im Innenbereich um sich wirklich wieder aufwärmen zu können.

Ein echtes Problem ist allerdings, dass sich in vielen Häusern und Wohnungen die Fenster nicht oder nur unzureichend öffnen lassen. Was zu ganz erheblich stickiger Luft führt, die sowohl im Winter wie auch im Sommer äußerst unangenehm ist.

Toiletten:

Toiletten, insbesondere öffentliche Toiletten in Cafés, Flughäfen etc., sind für Ausländer oft eine Herausforderung, da sie nicht immer westlichen Erwartungen entsprechen: Fast immer klamm und feucht und oft ohne Toilettenschüssel. Klopapier ist selten vorhanden. Überhaupt ist empfehlenswert, von zuhause aus Klopapier mitzunehmen, da das russische Klopapier nicht saugfähig ist und deshalb die Eigenschaft hat, beim Spülen nicht mit zu verschwinden. Das kann vor allem in Privatwohnungen u.U. recht peinlich sein. Deshalb findet sich in allen öffentlichen Toiletten, aber auch in vielen Privatwohnungen neben den Toiletten ein Eimer, in den das gebrauchte Papier abgelegt wird. Es soll schon vorgekommen sein das Ausländer meinten, das Papier in den Eimern wäre frisches, welches man benutzen kann...

Auch in Neubauten sieht man häufig feuchte und schimmelige Badezimmer und Toiletten. Grund ist zum einen die Verwendung von mangelhaften Rohren und Installationsmaterial, und zum anderen die allerorts fehlende Entlüftung mittels eines Ventilators nach draussen.

Essen und Trinken:

Die russische Küche ist sehr reichhaltig. Bei größeren Feiern zuhause biegt sich der Tisch unter der Vielzahl der angebotenen Speisen, die sich im Kühlschrank und der Speisekammer finden: Salate, Sprotten, Kaviar, Hühnchen, Fleisch, Wurst, Kartoffeln oder Pürée, Käse und was sonst noch alles dazugehört. Wobei allgemein alles zusammen auf dem Tisch platziert wird, also nicht nach Gängen getrennt wird. Weshalb sich der Nachtisch gemütlich mit der Suppe eine Ecke auf dem Tisch teilt.

Zu trinken gibt es Wodka - und damit hat es sich an alkoholischen Getränken. Wobei für die Damen auch gerne Wein oder Sekt angeboten wird. Wobei beim Trinken von Alkohol grundsätzlich niemals gemischt wird, es wird also nie Wodka zusammen mit z.B. Bier getrunken. Absolutes Muss sind antialkoholische Getränke, von denen grundsätzlich nach einem Schluck Wodka ein mindestens ebenso großer Schluck getrunken wird. Siehe auch hier:

Das Essen ist sehr schmackhaft, und viele Gerichte aus der Kaukasus-Region findet man auch in Deutschland in jedem Balkan-Restaurant. Es werden in Russland sehr viele Kartoffeln gegessen, so viel, dass man sie, neben Brot, als Grundnahrungsmittel bezeichnen kann.

Milchprodukte sind relativ teuer. Man kann sie, genauso wie Obst und Gemüse, am frischesten und billigsten auf dem Land am Wegrand von den Bäuerinnen kaufen.

Traditionell wird in Russland dreimal täglich warm gegessen, auch zum Frühstück, was für Ausländer oft gewöhnungsbedürftig ist, wenn sie im Hotel zum Frühstück Fleisch und Gemüse angeboten bekommen. 

Wer über das Thema “Besuch in Russland” mehr erfahren möchte, dem sei das Buch “Russian Romance” von Fucano empfohlen.

 

Als eine Reise in den Kaukasus noch wirklich ein Abenteuer war: