Taxis & Busse

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Trolleybus & “Marschrutka”

Bus, Trolleybus
автобус, троллейбус

Das Busnetz ist dicht und umfangreich. Die Busse fahren ohne Fahrplan, aber zumindest tagsüber in so kurzen Zeitabständen, dass man niemals lange warten muß.

Innerhalb des gesamten Stadtgebietes gilt ein einheitlicher Tarif, deshalb ist Busfahren auch für Orts- und Sprachunkundige kein Problem. Insbesondere gibt es (nach dem Einsteigen) keine Entwerter-Automaten oder andere negative Überraschungen wie in Deutschland. Es wird nicht beim Einsteigen bezahlt, sondern entweder beim Schaffner oder vorne beim Fahrer wenn man aussteigt. Was so nebenbei auch zeigt, dass man nicht vorne einsteigt, sondern hinten oder in der Mitte. Ausstieg ist grundsätzlich immer vorne.

Hat der Bus einen Schaffner, wartet man ganz einfach bis der Schaffner kommt. Der Schaffner ist übrigens (fast) immer eine Frau. Meist stämmig und irgendwie “sowjetisch” aussehend. Sie sind aber stets freundlich und in der Lage, mit einem Blick zu übersehen, wer schon bezahlt hat und wer nicht.

Der Fahrpreis liegt zwischen 6-8 Rubeln und ist von der Art des Busses abhängig, nicht von der Fahrtstrecke. Pöbeleien sind in russischen Bussen absolut unbekannt. Im Gegenteil ist es z.B. eine ungeschriebene und selbstverständliche Pflicht, dass Jugendliche sofort aufstehen und ihren Platz anbieten, wenn ältere Menschen oder Invaliden den Bus betreten.

Ein Problem für junge Mütter mit Kinderwagen bilden allerdings die bei vielen Bussen vorkommenden Haltebügel und Haltestangen mitten im Einstiegsbereich, die es unmöglich machen, einen Kinderwagen in den Bus zu bekommen.

Minibus "Marschrutka"
маршрутка

Eine interessante Variante sind die “Marschrutkas” (oben im Bild rechts): Minibusse, die ohne Fahrplan entlang einer festgelegten Route fahren und an jeder Bushaltestelle halten, die einen aber auch entlang dieser Route an beliebiger Strecke raus lassen.

Der Name “Marschrutka” leitet sich übrigens von dem deutschen Wort “Marschroute” ab. Die Marschrutkas sind sehr beliebt, trotz ihres im Gegensatz zu normalen Bussen um ein Drittel höheren Preises ( 8-10 Rubel ). Da es sich aber ausschließlich nur um Kleinbusse mit maximal 8 Sitzplätzen handelt (plus die 3-5, die sich auf den Boden setzen...), sind sie natürlich oft vollständig besetzt. Bezahlt wird beim Aussteigen, indem man das Geld abgezählt vorne aufs Armaturenbrett legt. Hat man kein passendes Kleingeld dabei, kann man ohne weiteres auch während der Fahrt bezahlen, indem man einen Geldschein nach vorne reicht. Man braucht da keine Angst zu haben, dass das Fahrgeld unterwegs “verloren” geht. Es mag im Einzelfall manchmal etwas dauern, aber irgend wann kommt das Wechselgeld korrekt abgezählt wieder bei einem hinten an.

Taxis

Die Zeiten, wo die Taxis aus alten mehr oder weniger Klapprigen Ladas oder Shigulis bestanden, sind vorbei. Heute sind die meisten Taxis recht neue Fahrzeuge von japanischen oder koreanischen Herstellern.

Taxis sind in Stavropol zahlreich vorhanden, und das Fahren mit ihnen ist trotz des manchmal etwas waghalsigen Fahrstils allgemein sicher und ohne Probleme. Allerdings sollte darauf geachtet werden nur Taxis zu benutzen, welche von Russen gefahren werden. Dies hat nichts mit Vorurteilen gegenüber bestimmten ethnischen Gruppen zu tun, sondern ist ausschließlich eine sachliche, auf persönliche Erfahrungen und auf Empfehlung von Einheimischen beruhende Feststellung.

Egal mit welchem Taxi man fährt, grundsätzlich gilt, das der Fahrpreis vorher auszuhandeln ist um später negative Überraschungen zu vermeiden. Ist ein Einheimischer dabei, so sollte dieser den Fahrpreis aushandeln. Allerdings kommt es immer häufiger vor, dass ein Taxi mit einem Taxameter ausgestattet ist und der Fahrpreis entsprechend dessen Anzeige abgerechnet wird.

Die Preise für Taxifahrten sind im Verlauf des letzten Jahres erheblich gestiegen, und liegen z.Zt. innerhalb des Stadtgebietes je nach Entfernung bei ca. 150-200 Rubeln, für eine Fahrt zum Flughafen muss man mit ca. 400 Rubeln rechnen. An Feiertagen, sowie bei Regen, Schnee und Nachts muss mit einem höheren Fahrpreis gerechnet werden.

Anschnallen ist nicht üblich, kann als Geringschätzung der Fahrkünste des Fahrers angesehen werden. In dem Fall sollte man argumentieren, dass man seine Fahrkünste nicht in Frage stellt, aber die von anderen verrückten Autofahren, die einem vielleicht reinfahren können. Die Reaktion ist meist ein verdutzter Blick und dann eine wohlwollende Zustimmung.

Frauen sollten sich abends aus Sicherheitsgründen grundsätzlich hinten in das Auto setzen. Sollte der Taxifahrer während der Fahrt noch jemand anderen mitnehmen wollen, so ist dies entschieden abzulehnen, insbesondere nachts.

Schwarztaxen

Es gibt zwar Schwarztaxis (Privatwagen, die ohne Genemigung für Geld Passagiere transportieren), aber aufgrund der hohen Anzahl normaler und offizieller Taxis in Stavropol sind sie weitgehend ohne Bedeutung. Wenn überhaupt eine Notwendigkeit dafür besteht ein Schwarztaxi zu benutzen, dann eher nur nachts in den Aussenbezirken der Stadt, da es dort mitunter schwierig ist ein offizielles Taxi zu finden. Grundsätzlich gilt:  Niemals in ein Schwarztaxi mit fremden Insassen zusteigen, und niemals zulassen, das während der Fahrt weitere Leute in den Wagen einsteigen. In der Regel wird mit dem Fahrer nicht über den Preis verhandelt, sondern lediglich das Ziel genannt. Die Höhe des Entgeltes sollte man wissen oder allenfalls fragen, ob eine gewisse Summe akzeptabel ist und diese passend bereit haben und beim Aussteigen zahlen.

Mietwagen

Gibt es keine. Aus einfachem Grund: Zum einen (noch) zu geringe Nachfrage. Zum anderen ist das Risiko, dass ein Fahrzeug aufgrund mangelnder Erfahrung eines ausländischen Fahrers im Umgang mit dem russischen Straßenverkehr einen Schaden erleidet, einfach zu groß.

 

Informationen über Überlandbusse, Bahn und Flughafen finden sich hier:

 

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